Joni Lehrer macht seit einigen Wochen ein Praktikum im Kulturreferat des Generalkonsulats in Chengdu. In dem Bericht schildert erseine Erfahrung und Erlebnisse und die Gemeinsamkeiten zu seinem Freiwilligendienst mit Baumhaus.

Vom Freiwilligen in Nujiang zum Praktikanten in Chengdu

Während eines Freiwilligendiensts stellt man sich doch immer mal die Frage: Komme ich nochmal an diesen Ort zurück und was führt mich wieder hierhin? Mein Praktikum am Generalkonsulat Chengdu hat mich fünf Jahre nach meinem Baumhaus Freiwilligendienst in Liuku wieder nach Südwestchina gebracht. Irgendwie ist alles gleich und doch anders. In fünf Jahren habe ich mich verändert und ganz vergessen, dass sich China in der gleichen Zeit noch viel schneller wandeln kann. Aber besser ganz von vorn.

Nach dem Abitur wollte ich ein Land kennenlernen, das mehr Dynamik hat als das Weltmeister-Deutschland von 2014. Mit einer guten Portion post abiturialem Idealismus und einer bunten Truppe ging es für mich ins abgelegene Nujiang Tal. Dort habe ich meine Freiwilligendienst mit dem Baumhaus-Projekt absolviert. Ich war an der Lushui Yi Zhong als Assistenzlehrkraft eingesetzt.  Ein Jahr, das als Herausforderung begann und als wunderbare Erinnerung bleibt ist schwer zusammenzufassen. Als ich feste Freunde und Routine fand, hatte ich das Gefühl in China angekommen zu sein.

Jetzt bin ich seit einigen Wochen am Generalkonsulat. Ich konnte mich noch nicht richtig in der Stadt Chengdu einleben. Die Kontraste und Lebensweisen in der Volksrepublik China habe ich  wieder sehr intensiv erfahren. Wo früher Sprachbarrieren und Kulturunterschiede die größte Herausforderungen waren, ist nun die Aufgabe mit den doch großen politischen Unterschieden zwischen Deutschland und China umzugehen. In den letzten Jahren fünf Jahren ist China selbst- und machtbewusster geworden. Begleitet oder basierend auf der der wirtschaftlichen Dynamik und der strengen Zensur und Kontrolle. Wer an Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit glaubt, der kann sich schwer tun in solch einem Umfeld.

„Genau wie in meiner Zeit bei Baumhaus konnte ich beobachten wie Kulturaustausch dabei Brücken bauen kann, Vorurteile ausräumt und Vertrauen schafft:“

Seit einigen Wochen mache ich nun mein Praktikum im Kulturreferat des Generalkonsulats in Chengdu. Ich durfte beobachten, wie sich deutsche Außenpolitik zu diesen Unterschieden verhält und aktiv an Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit mitwirken. Genau wie in meiner Zeit bei Baumhaus konnte ich beobachten wie Kulturaustausch dabei Brücken bauen kann, Vorurteile ausräumt und Vertrauen schafft. Ich wünsche allen neuen Freiwilligen eine schöne Zeit in Südwestchina und empfehle einen Besuch in der Panda Stadt Chengdu!

No pains, no gains.

 Über den chinesischen Schulalltag Es ist Sonntagabend 18:40 Uhr und die Woche beginnt. Die Schulglocke läutet zu den abendlichen Unterrichtsstunden und die Schüler strömen nach ihrem einzigen schulfreien Nachmittag der Woche wieder in die Klassenzimmer. Bis um 23:00...

Baumhaus entsendet wieder!

Das Baumhaus-Projekt entsendet wieder Freiwillige! Das Baumhaus-Projekt entsendet ab 2019 wieder Freiwillige. Die Peter-Jochimsen-Stiftung g. ist anerkannter Träger im Internationalen Jugendfreiwilligendienst (IJFD). Für die Entsendung 2019 suchen wir noch...