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Baumhaus.

Ein Ort, an dem sich Kinder frei entfalten, sich wohlfühlen, spielen und träumen können. Jedes Kind soll eine gerechte Chance auf Bildung und ein gutes Leben haben.

Die Freiwilligen des Baumhaus-Projekts setzen sich in Peru und den chinesischen Provinzen Yunnan, Jiangxi und Innere Mongolei für dieses Ziel ein. An staatlichen Schulen der abgelegenen und rückständigen Einsatzregion unterstützen sie den Englisch-Unterricht. Außerdem organisieren sie soziale Projekte, um die Bildungschancen von Kindern zu verbessern und gleichzeitig humanitäre Hilfe zu leisten.  Weiterlesen…

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250 Tage Peru: Ein Rückblick

Ganze acht Monate haben wir nun schon in Peru verbracht. Knapp 250 Tage Leben zwischen den Riesen der Anden, in einer peruanischen Gastfamilie, in Schulen voller fröhlicher Kinder, inmitten von Menschen, die nur Spanisch und Quetschua sprechen. Wie haben wir diese Zeit erlebt? Hier ein paar Fragen und die Antworten unserer Freiwilligen.

Wenn ihr eure Zeit in Peru in einem Satz zusammenfassen würdet, wie würde er lauten?
Sophie: Ein Abenteuer mit vielen Höhen, Tiefen – und Parasiten..
Eva: Lang, kurz und bis jetzt das lehrreichste Jahr meines Lebens.
Johanna: Auch wenn es manchmal hart ist, die nächste positive Überraschung wartet an der nächsten Ecke.

Wie sieht ein typischer Tag für euch aus?
Marie: Gegen sieben stehe ich auf (ich habe meist sehr spät Unterricht) und frühstücke. Dann fahre ich zur Schule (ich habe nur zwei Klassen in Oropesa) und unterrichte 2 bis 3 Stunden. Zurück zuhause helfe ich mit Johanna im Restaurant, esse Mittag und bereite meinen Unterricht nach, die folgenden Stunden vor und korrigiere Arbeitsblätter. Wenn es dann noch nicht zu spät ist, besuche ich anschließend die anderen Freiwilligen. Abends sitzen Johanna und ich mit unserer Gastfamilie zusammen, trinken Tee und schauen fern.
Leon: Noch vor sechs aufwachen, Unterricht und Projektarbeit vorbereiten, Haare waschen und ab zur Schule, mit Schülern in der Mensa essen, nach Hause oder in die Bibliothek gehen, um das Internet zu nutzen; Freunde besuchen; zur Plaza laufen und mit Leuten reden, Hühnchen essen und direkt nach Hause zum Schlafen, außer es gibt noch Fußballtraining.

Was ist für euch der größte Unterschied zwischen Peru und Deutschland?
Nelly: Kinderziehung und Umgang der Menschen miteinander, aber auch ganz klar die Organisationsweise. Hier wird z.B. ständig das Wasser einfach abgedreht, dann steht man mit Shampoo im Haar unter der Dusche und denkt nur „Na toll.“
Daria: Das Leben einer peruanischen Familie unserer Region spielt sich hauptsächlich in ihrem Dorf ab. Hier geht man zur Schule, kauft ein, geht seinen Hobbies nach. In die Stadt wird nur selten gefahren. Dadurch existiert hier auch eine sehr vertraute Dorfgemeinschaft. Ein anderer großer Unterschied ist, dass die Bevölkerung nicht nur sehr leichtgläubig ist, sondern auch unglaublich abergläubisch.

Was ist euer Lieblingsessen in Peru?
Susanne: Escaveche und Papa a la Huancaina
Sophie: Chuletta mit Kartoffeln und Aji-Soße
Leon: Die Antwort ist einfach: Ceviche! Dieses Fischgericht bereite ich jeden Sonntagmorgen um 5:30 mit meiner Nachbarin für den Verkauf vor und bekomme dann selbst noch eine große Portion ab. So lecker!

Was ist euer schönster Moment im Unterricht? .
Johanna: Wenn die Kinder dich umarmen und erklären, dass sie schon gewartet haben und endlich weiterlernen wollen.
Daria: Es ist ein tolles Gefühl, wenn du merkst, dass deine Schüler am Unterricht Spaß haben“

Was werdet ihr an Peru am meisten vermissen?
Marie: Wahrscheinlich meine – manchmal sehr nervigen – Schüler. Die meisten habe ich doch schon sehr ins Herz geschlossen.
Eva: Die Ruhe, die Zeit, der viele Schlaf und im Einklang mit mir selbst zu sein. Außerdem die Berge, einige meiner Schüler, mein Patenkind und meine peruanische Familie. Und wahrscheinlich noch tausend weitere Dinge, die ich erst sagen kann, wenn ich wieder in Deutschland bin.

Worauf freut ihr euch am meisten, wenn ihr an eure Rückkehr nach Deutschland denkt?
Susanne: Wieder richtig vegetarisch zu kochen!
Nelly: Laubwälder, warme Duschen, Radfahren

Was wollt ihr in den nächsten 110 Tagen noch erreichen?
Sophie: Nach Macchu Picchu fahren, mein Spanisch verbessern, das Internatsprojekt voranbringen
Marie: Ich möchte mit den anderen Freiwilligen noch unser „Augenprojekt“ durchführen, wofür ich verantwortlich bin. In meinen Klassen will ich erreichen, dass zumindest alle meine Schüler der Secundaria (weiterführende Schule) das „simple present“ und das „simple past“ können.
Eva: Eine bessere Grundlage für die nächsten Freiwilligen schaffen, damit sie nicht dieselben Probleme haben, wie wir und noch wenigstens ein Projekt in Ccapacmarca auf die Beine stellen.

Johanna, Nelly, Marie und Susanne leben in Oropesa. Leon, Sophie und Daria dürfen das Dorf Lucre ihr Zuhause nennen. Eva lebt zusammen mit zwei anderen Freiwilligen, Jule und Tatjana, in Ccapacmarca.