Häufige Fragen
Vor einem Freiwilligendienst ergeben sich viele Fragen. Die meisten von Ihnen haben wir versucht, in den zahlreichen Artikeln auf dieser Website zu beantworten. Bei der großen Vielfalt an Themen, die man dabei besprechen muss, ist es aber manchmal gar nicht so leicht, die Antwort auf „die eine“ drängende Frage zu finden. Dafür haben wir in diesem kleinen FAQ-Bereich versucht, die häufigsten Fragen in Kurzform zu beantworten. Taucht deine Frage nicht auf? Kein Problem, dann schreib uns einfach eine E-Mail an Tim Erich Wegner von Baumhaus und wir werden deine Frage schnellstmöglich beantworten.
Baut ihr Baumhäuser?
Nein, Baumhäuser haben wir (bisher) noch nicht gebaut. Der Name „Baumhaus“ ist eine Metapher. Ursprünglich wollten wir mit dem Projekt eine Schule gründen und einen Ort schaffen, an dem Menschen sich frei entfalten und Wurzeln schlagen. Der Freiwilligendienst soll genau das bewirken: junge Menschen können sich frei entfalten und schlagen Wurzeln. Im Chinesischen heißt Baumhaus 树家 (shujia). Shujia kann man auch als Baumfamilie übersetzen. Entfaltung und Verwurzlung finden sich in den Leitmotiven Fördern und Fordern wieder (hier geht’s zu unserem Leitbild).
Wie teuer ist der Freiwilligendienst?
Es gibt für den Freiwilligendienst keinen festgeschriebenen Preis, den du vorher zahlen musst. Der Internationale Jugendfreiwilligendienst wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend teilfinanziert. Das heißt, dass wir als Träger einen bestimmten Betrag erhalten, der einen Teil der Kosten deckt. Für den anderen Teil sind wir auf deine freiwillige Spende angewiesen. Wie hoch die Spenden sind, hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel vom Gastland, von der Anzahl der Freiwilligen, etc.. Unser Anspruch ist es, allen einen Freiwilligendienst zu ermöglichen. Während deines Freiwilligendienstes läuft dein Anspruch auf Kindergeld weiter. Gleichzeitig gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, Spenden zu sammeln.
Was bekomme ich für die Spenden?
Wie lange geht der Freiwilligendienst?
Kann man den auch kürzer machen, z.B. 6 Wochen?
Wir lehnen Kurzzeitprogramme / „Voluntourismus“ aus folgenden Gründen ab:
Voluntourismus ist wesentlich flexibler gestrickt als ein klassischer Freiwilligendienst, aber das ist nicht unbedingt vorteilhaft. Die fehlende Vorbereitung schlägt sich spätestens vor Ort negativ auf deine Zeit aus, da Du ohne jegliche Vorbereitung (meist auch ohne wirklichen Ansprechpartner vor Ort) in das Projekt reist. Dies ist vor allem in persönlichen Krisen- und Konfliktsituationen schwierig. Auch die Dauer ist deutlich kürzer als bei einem klassischen Freiwilligendienst: Egal ob ein Tag, eine Woche oder ein paar Monate – vieles ist möglich. In so kurzer Zeit ist es nicht möglich, Freunde zu finden und „Alltag“ zu erleben. Voluntourismus ist für die Partnerorganisationen eine enorme Herausforderung, da alle sechs Wochen die Freiwilligen abreisen. Besonders im Umgang mit Kindern und Jugendlichen ist eine persönliche Beziehung für Deine pädagogische Arbeit notwendig.
Hinter den kommerziellen Anbietern stehen oft große Tourismuskonzerne, die in erster Linie ihren eigenen Gewinn maximieren wollen und nicht an interkulturellem oder gar entwicklungspolitischem Engagement interessiert sind. Bei einem Voluntourismus-Komplettangebot entstehen relativ hohe Kosten, die in der Regel nicht in die lokalen Projekte fließen, sondern in die Unternehmen selbst. Als Träger im Internationalen Jugendfreiwilligendienst sind wir der Gemeinnützigkeit verpflichtet.
Ein Freiwilligendienst, wie du ihn auf unserem Portal hier finden kannst, scheint auf den ersten Blick zwar etwas sperriger und komplizierter, ist aber auch qualitativ hochwertiger und bietet sowohl für dich als Freiwillige oder Freiwilligen als auch für die Partner vor Ort eine spannende und tolle Erfahrung.