Wenn ein Kindergartenkind beschämt zum Pult rennt, um seine Schokolade wegzulegen, dann weiß man, dass das Zahnhygieneprojekt ein voller Erfolg war.

Morgens um 7.00 Uhr, nach peruanischer Zeit also fast pünktlich, brachen wir fünf Freiwillige Jonas, Jorid, Fabian, Meike und Nane gemeinsam mit dem Pastor unserer Gemeinde Ccapi in die umliegenden Dörfer auf um dort unser Herzensprojekt durchzuführen. Gemeinsam mit den Kindern aus den Grundschulen und Kindergärten übten wir das Zähneputzen und brachten ihnen auf eine spielerische Art bei, warum man Zähne putzen sollte und welche Lebensmittel schädlich für die Zähne sind.

Noch lange wird wohl unser selbstgebasteltes Zahnmonster in Erinnerung bleiben, welches alle schlechten Lebensmittelkarten, die wir aus leeren Süßigkeitenpackungen gebastelt hatten, den Kindern aus der Hand schnappte.
Was uns besonders berührt hat ist, dass die Kinder in den Dörfern, die aufgrund der schlechten Anbindung kaum Besucher von außerhalb zu Gesicht bekommen, so glücklich über unseren Besuch waren. Auch wenn viele Kinder nur Quechua (die alte Sprache der Inka, die gerade hier in der Andenregion immer noch sehr präsent ist) sprechen können, sagten ihre strahlenden Gesichter mehr als tausend Worte. Vielen Kindern war die Zahnbürste zunächst noch sehr fremd, weshalb es niedlich anzusehen war, wie sie erst etwas zaghaft ihre Zähne putzten und dann gar nicht mehr aufhören wollten.

Insgesamt haben wir über 400 Zahnbürsten und Pasten in Ccapi, Ccoyabamba und den umliegenden Dörfern verteilt. Noch einmal ein großes Dankeschön an Baumhaus, an die Zahnärzte und Apotheken aus Cusco für ihre großzügigen Spenden, an unseren Familien in Deutschland und alle, die uns bei diesem gelungenen Projekt unterstützt haben.