Über uns


Das Baumhaus-Projekt ist eines von vielen Förderprogrammen der gemeinnützigen Peter Jochimsen Stiftung.
Die Vision von Baumhaus ist es, Kindern durch Bildung Möglichkeiten zu eröffnen, ihre Potenziale auszuschöpfen und ihre Zukunft somit selbstbestimmt gestalten zu können. Um dies zu erreichen, entsendet Baumhaus seit 2007 Freiwillige aus Deutschland nach China und Peru, wo sie einerseits als Assistenzlehrerinnen und -lehrer an staatlichen Schulen die Sprachkompetenzen der Schülerinnen und Schüler, sowie des Lehrpersonals verbessern. Anderseits engagieren sich die Freiwilligen in Eigeninitiative für soziale Projekte, die darauf abzielen, das Lernumfeld von benachteiligten Kindern zu verbessern.

1. Assistenzlehrertätigkeit

Aufmerksame Schüler an der Jinding Middle School

Verteilt über derzeit drei chinesische Provinzen (Yunnan, Jiangxi, Innere Mongolei) sowie verschiedene Landesteile Perus sind die Baumhaus-Freiwilligen in staatlichen Schulen untergebracht. Dort unterstützen sie abhängig von der jeweiligen Schule auf vielfältige Weise den Englischunterricht, leiten Aktivitäten wie die sog. English Corner, bei denen Schüler neben dem Unterricht Unterstützung  im gesprochenen Englisch erhalten, oder organisieren Schulfeste. Hingearbeitet wird auf ein größeres Interesse am Erlernen der Fremdsprache.

English Corner bzw. Chor

Das Sprachniveau ist selbst unter den Lehrern oft mangelhaft, sodass das Lernen für viele Schüler zusätzlich unter erschwerten Voraussetzungen stattfindet. Ein guter Umgang mit der englischen Sprache kann jedoch einen weiteren Bildungsweg (z. B. an einer Universität) ebnen.

2. Die Projektarbeit

Eingeschulte Flüchtlingskinder

Eingeschulte Flüchtlingskinder

Seit der Entsendung der ersten Generation Baumhaus-Freiwilliger wurden einige Projekte sozialer und humanitärer Art ins Leben gerufen. Sowohl durch materielle als auch ideelle Hilfestellungen arbeitet das Projekt darauf hin, den Schulalltag für Kinder zu erleichtern und gegen die Folgen sozialer Ungleichheit vorzugehen, die oftmals durch die Zugehörigkeit zu ethnischen Minderheiten bedingt ist.

Darüber hinaus findet auch eine Förderung von besonders begabten Schülerinnen und Schülern statt, die sich auf Grund ihrer Armut ohne unserer Hilfe keine weiterführende Ausbildung leisten könnten.

Ein Bewusstsein für die Armut großer Teile der Bevölkerung ist unter reicheren Schichten in China noch nicht sehr ausgeprägt. Daher liegt es im Interesse von Baumhaus, Aufmerksamkeit auf vorhandene Problematiken zu lenken und Einheimischen einfache Lösungsansätze aufzuzeigen, sodass eine Versorgung längerfristig durch lokale Akteure und Spender stattfinden kann.

Zähne putzen mit den Kindern im Slum

Zähne putzen mit den Kindern im Slum

3. Kultureller Austausch

Im alltäglichen Zusammenleben zwischen deutschen Freiwilligen und der Bevölkerung vor Ort wird beiden Seiten ein Einblick in eine fremde Kultur gewährt. Im Zusammenhang mit ihrer Lehrertätigkeit und ihrem Engagement in den Projekten bringen die Freiwilligen Gelerntes von zu Hause in ihre Arbeit ein und lernen Neues in ihrem neuen Umfeld. Durch ihre Mitarbeit erhalten die jungen Erwachsenen die Gelegenheit, komplexe soziale Missstände in armen Regionen der Welt kennen zu lernen, ein größeres Maß an Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln, in kleinen Schritten positive Veränderungen zu bewirken und in der interkulturellen Aktion ihre eigene persönliche Entwicklung zu bereichern.

Nach nur einem halben Jahr beherrschen die Freiwilligen den Tibeter-Tanz perfekt

Nach nur einem halben Jahr beherrschen die Freiwilligen den Tibeter-Tanz perfekt

Vorurteile werden abgebaut und die Sicht auf fremde Kulturen sowie die eigenen Werte neu definiert. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland unterstützen die Ehemaligen das Projekt weiterhin und tragen durch ihre Berichte zum Völkerverständnis bei.