Umwelt-Projekt

Das Umweltprojekt wurde von der dritten und damit jüngsten Generation in Peru gegründet. Noch wird es nur im Ort Oropesa ausgebaut, wobei auch unsere Freiwilligen aus Lucre mithelfen. Grund für das Projekt ist die starke Verschmutzung der Umwelt und das gänzlich fehlende Bewusstsein der Bevölkerung für die Zerstörung der Natur. Denn was einem als erstes auffällt, wenn man ankommt, ist nicht nur die wunderschöne Landschaft, sondern auch jede Menge Müll. Während es in Deutschland geradezu verpönt ist, auch nur ein Kaugummi auf die Straße zu spucken, schmeißen die Menschen hier ganze Säcke ihres Hausmülls an die Straßen, in die Flüsse, auf Wiesen, direkt vor ihre eigene Haustür. Darunter leidet natürlich nicht nur das Ambiente, vor allem die Pflanzen- und Tierwelt, sowie die Wasser- und Luftqualität sind stark betroffen, weshalb von uns ein Projekt gestartet wurde, welches nun kontinuierlich erweitert werden soll.
Die erste Aktion fand Ende November 2015 statt: Zusammen mit Schülern der staatlichen Gesamtschule wurde Müll an besonders verschmutzten Orten gesammelt und mithilfe der Stadtverwaltung abtransportiert. Natürlich ist klar, dass so nur ein minimaler Teil der Verschmutzung beseitigt werden kann, eigentliche Intention der Aktion war deshalb die Aufklärung unserer Schüler. So wurde vorher in der Schule zu Aufklärungsgesprächen für die höheren Klassen geladen, um die Schüler zum Mitmachen zu motivieren und ihnen zu vermitteln, wie wichtig das Thema Umweltschutz für unsere heutige Gesellschaft ist – gerade für Peru, das für seine einzigartige Natur bekannt ist. Mithilfe der Schuldirektion und durch die Unterstützung der Naturwissenschafts-Lehrer konnten wir etwa 250 Schüler zum Einschreiben für die Aktion bewegen – wobei nach peruanischer Art nur 55 am Ende auftauchten. Trotzdem sehen wir unser erstes Sozialprojekt als Erfolg und haben das Gefühl, dass die Schüler nicht nur Spaß hatten, sondern auch gelernt haben, dass Müll in die Tonne und sicher nicht auf die Nachbarswiese gehört.
Dies kann aber nur der erste Schritt auf einem langen Weg gewesen sein, weitere Aktionen werden folgen. Als nächstes ist geplant, mit den unteren Klassenstufen einen „Hängenden Garten“ aus gesammelten Plastikflaschen in der Schule anzubringen und jeden Schüler eine Patenschaft für eine Pflanze übernehmen zu lassen.