Ccapacmarca

Auch in der dritten Generation erweiterte sich das Baumhaus-Projekt in Peru. Somit leben und arbeiten seit diesem Jahr vier Freiwillige im ländlichen Ccapacmarca, welches mit seinen 5000 Einwohnern in der Region Chumbivilcas etwa fünf Stunden von Cusco entfernt liegt.
Aufgrund einer nahegelegenen Mine ist es infrastrukturell jedoch vergleichsweise gut ausgebaut, sodass auch relativ gute Anbindungen nach Cusco bestehen. Trotzdem gibt es innerhalb Ccapacmarcas keine Busverbindungen, weshalb alle Wege, inklusive der zur Schule, zu Fuß beschritten werden müssen. Für die jetzigen Freiwilligen stellt dies allerdings keine Belastung dar, da freundliche Straßenhunde/-Schweine sich als gute Wegbegleiter erwiesen haben und die Aussicht, sowie das Panorama stets Ablenkung von den steilsten Wegen bieten.
Die Grundschule Ccapacmarcas ist in zwei Standorte aufgeteilt. Die Klassen 1 bis 3 befinden sich in der Nähe des Hauptplatzes (Plaza de Armas), während man den zweiten Standort mit den Klassen 4 bis 6 nach zwanzig Minuten Fußmarsch bergauf erreicht.
Am höchsten gelegen ist die weiterführende Schule mit ihren circa 200 Schülern, welche nachmittags ihre Eltern auf dem Feld, im Restaurant oder im Kiosk unterstützen.
Der Wohlstand in Ccapacmarca ist allgemein sehr begrenzt, was allerdings für die Freiwilligen keinen Nachteil darstellt, weil das wenige, was nicht nur die Gastfamilien, sondern auch die anderen Dorfbewohner besitzen, mit viel Großzügigkeit und Liebe geteilt wird, weshalb die Freiwilligen sich in der Dorfgemeinschaft sehr wohl fühlen.
Nach einem Wochenendtrip nach Cusco, um Dinge zu erledigen oder zu kaufen, die in Ccapacmarca nicht möglich oder vorhanden sind, freut man sich immer wieder, in das vertraute und freundliche Dorfleben zurück zu kehren.