Vor einigen Tagen informierten wir über Li Yongs schweren Unfall und die deshalb benötigte Operation.
Nun wollen wir uns für die große Unterstützung bedanken, die diesem armen Jungen sehr geholfen hat!
Auch seine Eltern sind sehr dankbar und froh über den guten Ausgang dieses schweren Schicksals.

Am letzten Freitag fuhren wir also mit Li Yong, seinem Vater und einem Onkel in ein Krankenhaus in die 10 Stunden entfernte Provinzhauptstadt Kunming. Nach mehreren Untersuchungen, CTs, Stations- und sogar Krankenhauswechseln konnte Li Yong behandelt und schließlich auch eine Augenprothese eingesetzt werden.
Es stellte sich glücklicherweise heraus, dass die erwartete Operation nicht nötig sei, sodass wir noch am Abend desselben Tages den Rückweg in Richtung Liuku antreten konnten.

Allerdings wird es sehr schwer werden, in den miserablen hygienischen Umständen, in denen Li Yong lebt und groß geworden ist, das Auge und vor allen Dingen die Prothese sauber zu halten. Zunächst einmal mussten wir deshalb einiges grundlegendes hygienisches Equipment kaufen, wie zum Beispiel Seife, Handtücher, Augentropfen etc.
Eine weitere Schwierigkeit liegt darin, die Eltern von der Notwendigkeit der täglichen Reinigung der Prothese und der besonderen Vorsicht im Umgang mit ihr zu überzeugen, um Folgeerkrankungen vorzubeugen.

Weil Li Yongs Augen aufgrund seines jungen Alters noch recht klein sind, fällt es ihm schwer, das neue Auge vollständig zu öffnen, da es sich momentan noch um eine noch nicht auf den Kleinen angepasste Universal-Prothese handelt. Aber nicht nur bei ihm gibt es Probleme mit dem Umgang der neuen Situation, nach mehreren Besuchen des lokalen Krankenhauses zeigte sich leider immer wieder, dass auch die Ärzte an ihre Grenzen stoßen. Das Entfernen und erneute Einsetzen der Prothese, das täglich durchgeführt werden muss, fällt sowohl den Eltern als auch den Ärzten (!) nicht leicht.
Aber wir sind optimistisch, dass es eine reine Übungssache ist, auch weil Li Yongs Vater sehr bemüht und aufmerksam ist und alles daran setzt, seinem Sohn zu helfen.

Auch muss noch einmal angemerkt werden, wie stark der Kleine ist. Wir sind sehr stolz auf Li Yong, dass er alles so tapfer über sich ergehen lässt und er trotz allem sein fröhliches Gemüt nicht verliert. Geprägt durch seine Großfamilie hat er früh gelernt, dass man von allein wieder auf die Beine kommen muss.

Wir versuchen unser Bestes, ihn nun so gut wie möglich zu begleiten und zu unterstützen!

Wir bedanken uns noch einmal, auch im Namen seiner Eltern, für die große Hilfsbereitschaft!

Gleiches gilt für Marie Wang, die für die Hilfsorganisation ORBIS (http://orbis.org/) arbeitet und uns eine große Hilfe war. Dank Marie wurde ein privater Unterstützer aus Shanghai gefunden, der Li Yong auch in Zukunft finanziell fördern wird.
Darüber hinaus verwies sie uns an das Red Cross Hospital in Kunming, das nicht nur über eine sehr gute Ausstattung an modernen medizinischen Geräten verfügt sondern auch wunderbare Ärzte hat!

Auch lernten wir dort eine ausgesprochen nette Krankenschwester kennen, die sich Li Yongs Geschichte rührend annahm. Sie half uns, dass alles schnell und reibungslos ablief und steht uns auch weiterhin als Ansprechpartnerin zur Verfügung, was gerade für die Kommunikation zwischen dem Krankenhaus in Kunming und dem hier in Liuku von großer Bedeutung ist.

Natürlich werden wir sie über Neuigkeiten und Entwicklungen stets auf dem Laufenden halten!

Vielen Dank!

Die Baumhaus-Freiwilligen

Li Yong beim Arzt in Kunming

We informed you about Li Yongs accident and the following surgery a few days ago, thank you for every donation, you helped this poor boy a lot! His parents are as thankful as they can be!

On Friday we went to Kunming to take the little boy to the hospital. After many examinations, CT’s, stations and hospital changes, they could finally remove the threads from inside of his eye and put the new glass eye into its place. Fortunatelly he did not need a big surgery like we expected, so we could go home that same evening.
Under these bad hygienic conditions it is going to be very difficult to keep his eye clean and to teach his parents about the importance of clean surrounding for the prosthesis. We bought some hygienic equipment for them (clean boxes, soap, towels etc.) and tought them how to use it.
Unfortunatelly his right eye socket has become a little too small for the new eye and he cannot open it fully, so we had to take him to the local hospital to remove the eye. This morning we visited the family again to make sure, that they would place the prothesis correctly. His father paid close attention to what we explained him and he was able to calm his son down and put the eye into its place. We were really glad and relieved to see that the dad could handle the situation! He seems to know how important the right treatment is.

We are very proud of the little boy, he’s such a strong and clever kid and we will for sure try our best to further him in everything he does! In a big family like his own he learned to stand up after falling, take care of his younger siblings and to never stop smiling. We are really confident in his future!

Thank you very much for helping us! We, as well as his parents highly appreciate your support!

We also could not have done it without Marie Wangs help, who works for ORBIS (http://orbis.org/) and found a private donator from Shanghai. He is going to financially support the boy in the future. With her support, we found out about the Red Cross Hospital in Kunming, who has amazing doctors and a wide range on medical equipment. This is also where a really nice nurse, who also fell in love with the little boy took care of us and made sure that we would find our way and get the fastest treatment. She is still helping us to manage the communcation between the hospital in Kunming and Liuku.

Once again thank you all very much!

The volunteers of Baumhaus

Li Yong at the doctor in Kunming