Wie die Zeit vergeht: In allen drei Ländern fand vor kurzem das Zwischenseminar statt und bot uns Freiwilligen die Möglichkeit die bisherigen Erfahrungen zu besprechen und kommende Herausforderungen zu planen.

Zwischenseminar China

Dass die Zeit hier in China wie im Flug vergeht, wurde uns mal wieder vor Augen geführt, als kurz nach unserem Bergfest das Zwischenseminar anstand. Knapp sieben Monate in Yunnan liegen hinter uns, fünf sind wir noch hier. Es gab eine Menge zu besprechen, nicht nur Organisatorisches, sondern auch persönliche Dinge: Was bedeutet Lehrer-Sein für uns? Wie sehen wir kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und China an? Was wollen wir während unserer restlichen Zeit hier noch erreichen? Um diese und noch eine ganze Reihe weiterer Fragen zu klären und diskutieren versammelten sich alle 21 Freiwilligen der Provinz in Pu’er.

Zuwachs bekamen wir außerdem durch zwölf weitere weltwärts Freiwillige, die ihren Freiwilligendienst in der Nachbarprovinz Guangxi absolvierten. Zwar sehen unsere Projekte zum Teil sehr unterschiedlich aus, doch auch gerade aus diesem Grund konnten wir viel voneinander lernen. Wir reflektierten unsere Arbeit, sowohl als Assistenz-Lehrkräfte, als auch außerhalb des Unterrichts in Beratungsgesprächen und diskutierten, welche ‚China Themen‘ Von Tee bis Terrakotta Armee uns für die restliche Zeit noch begleiten werden. In Filmen, Vorträgen und Präsentationen bekamen wir neue Einsichten auf unser Dasein als Baumhäusler und setzten und kritisch mit der Idee des Freiwilligendienstes auseinander. Doch auch Einheiten zu chinesischer Politik und ein Vergleich gesellschaftlicher Werte in China und Deutschland durften nicht fehlen. Nun können wir nach einer konstruktiven Seminarwoche mit zahlreichen Anregungen und neuer Motivation in die zweite Hälfte unseres Jahres in China starten.

Zwischenseminar Ghana

Nach nun mehr als sieben Monaten in Ghana gab es nun für uns, nachdem Peru und China schon vorgelegt hatten, auch ein Zwischenseminar vom 6. bis zum 10.April zusammen mit knapp 20 Freiwilligen der Partnerorgaisation ARA. Als Einstieg brachten wir Erwartungen (Reflexion, Austausch von Erlebnissen und Ideen für die Zukunft), aber auch eventuelle Debattenthemen zu Papier. Von diesen konnten wir selbst relevante Themen aussuchen, die wir jeden Abend diskutieren wollten. Danach stellten wir unser Leben in Ghana auf einer von uns gestalteten A2-Seite vor, wodurch schon einmal Erfahrungen der Freiwilligen ausgetauscht wurden. Das Abendprogramm bestand aus den beiden Debattenthemen Müll und Galamsey (eine Goldgewinnungsmethode, bei der giftige Chemikalien ins Trinkwasser gelangen).

Sonnabend ging es um unsere Einsatzstellen und unsere Gefühle. So sollten wir ein Diagramm erstellen, indem wir unsere Gefühle in den Projekten sowie generell in Ghana zeichneten. Während diese präsentiert wurden, sollten wir uns Tipps für die anderen Freiwilligen überlegen, wodurch wir uns im Anschluss Ziele für die verbleibenden Monate setzten. Danach gingen wir zur abendlichen Diskussionsrunde über, diesmal zum Thema Entwicklungshilfe. Am Sonntag stellten wir uns die Frage: Wie sehen wir eigentlich die Ghanaer und wie sie uns; wo gibt es Kulturunterschiede? Wir setzen uns außerdem in einer Gesprächsrunde mit Religion auseinander und diskutierten ihre Notwendigkeit für eine Gesellschaft. Zuletzt stand nun noch ein Dokumentarfilm an, der sich mit dem ersten Erdölfund in Ghana beschäftigte und welche Probleme damit einhergehen können. Diese wurden am Tag darauf debattiert, bevor nach diesen motivierenden und informativen Tagen der Heimweg angetreten werden konnte.

Zwischenseminar Peru

Als wir Freiwilligen am 26. Februar die Nachricht bekamen, dass so eben Philip und Lisa (Herr Dr. Jochimsens Frau) in Cusco gelandet waren, wussten wir, dass es ernst wurde: Denn am nächsten Tag sollte das Zwischenseminar beginnen! Also fanden wir uns alle um halb neun in der Clínica O2 ein, denn dort sollte unser Seminar stattfinden. Erst mal ein komisches Gefühl, die ganze Woche im Krankenhaus zu verbringen, aber daran gewöhnten wir uns schnell. Außerdem gab es so viel zu tun und zu bereden, dass für viel anderes gar keine Zeit blieb. Schon am ersten Tag kam es zu vielen spannenden Diskussionen, und wir hatten natürlich auch super viel Spaß bei der Gruppendynamik.

Die nächsten Tage ging es genauso weiter, wir haben viel über Peru, unsere eigenen Erfahrungen und unsere Erwartungen für die Zukunft gesprochen. Auch die Gruppeneinheiten haben uns unheimlich viel gebracht und noch einmal bestätigt, wie gut wir uns verstehen und was wir für ein tolles Team sind. Uns hat das Seminar auf jeden Fall sehr viel gebracht, und wir haben jetzt alle eine Menge neuer Ideen und sind noch motivierter für die nächsten sechs Monate! Und natürlich noch einmal vielen herzlichen Dank an Philip und Lisa, die extra für uns nach Peru geflogen sind und ein interessantes, abwechslungsreiches und auch sehr lustiges Seminar auf die Beine gestellt haben!