1431482963556Nachdem im Laufe des Frühlingsfests allerhand liebevoll zusammengestellte Pakete aus Deutschland bei den Freiwilligen in Linshui angekommen waren, die allerhand nützliche Dinge, Spielsachen und auch einiges für die Leckermäulchen enthielten, darunter Schulmaterialien, Kleidung, Kuscheltiere, Bastelsachen, Bonbons und Schokolade und zudem auch vereinzelt persönliche Briefe der Absender an die Kinder, sind die Freiwilligen nun damit beschäftigt, diese Pakete gerecht zu verteilen.

1431482890296 Dazu wählen sie bestimmte Schulen von den Listen des Bildungsministeriums, die alle besonders bedürftigen Kinder des Landkreises mit schweren Einzelschicksalen aufführen, aus und statten diesen in Absprache mit den höheren Regierungsebenen und den Schulleitern der betreffenden Schulen einen Besuch ab.
In der Regel werden sie von einigen Lehrern begleitet, die sich in der Umgebung Linshuis gut auskennen, den ersten Kontakt zu den anderen Schulen herstellen und außerdem Kommunikationsschwierigkeiten vorbeugen.  1431483170647Vor Ort werden die Freiwilligen sehr herzlich empfangen, dürfen auf dem Schulhof kleine Activities durchführen oder in einzelnen Klassen unterrichten, um auch bei den Kindern auf dem Land Interesse für die englische Sprache anzuregen. Die Pakete werden im Anschluss daran persönlich an die Waisenkinder überreicht. Die Freude über die unerwartete Überraschung ist immer groß und mit einem manchmal etwas verschüchterten, aber doch glücklichen Lächeln nehmen die Kinder ihre Geschenke entgegen. Im Anschluss an die Übergabe versuchen die Freiwilligen dann noch, den Kleinen ein paar motivierende Worte mit auf den Weg zu geben; dass sie hoffen, die Kinder werden sich in der Schule anstrengen und fleißig lernen. Man sieht sich immer zwei Mal im Leben – vielleicht eines Tages drüben in Deutschland!1431483201541Im Rahmen dieser Verteilaktionen erhalten die Freiwilligen zudem einen guten Einblick in die Bedingungen an den jeweiligen Schulen. Bei einer Grundschule, die sie in Ganzi besuchten, stach ihnen beispielsweise in die Augen, dass die Kleidung eines Großteils der Kinder sehr schmutzig und stark abgetragen war. Angesichts dieses Problems bemühen sie sich nun in Kooperation mit den anderen Freiwilligen aus Guangan ein Kleiderprojekt auf die Beine zu stellen, um die Kinder mit Kleidung zu versorgen. Mit der Absicht eine langfristige Zusammenarbeit mit den besonders armen, ländlichen Schulen zu beginnen, halten die Freiwilligen in diesem Sinne ihre Augen offen – in der Hoffnung, den Kindern das Leben ein bisschen leichter zu machen.

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