Die letzten Freiwilligen sind inzwischen auch endlich in China angekommen und konnten sich schon gut einleben. Hier sind ihre ersten Eindrücke aus dem Reich der Mitte:

Luise

Guang’an ist groß, größer, als ich mir vorgestellt hatte. Überall wird ein Hochhaus nach dem anderen hochgezogen und überall wird irgendetwas gebaut. Die Menschen sind super gastfreundlich und es kommt mir nicht so vor, als sei ich gerade einmal drei Wochen hier. Viele (nicht-Englisch-)Lehrerinnen geben sich große Mühe sich, mit Händen und Füßen und auf „Chinglish“ (Mischung aus Chinesisch und Englisch), mit uns zu verständigen und ganz, ganz langsam wachsen auch die Chinesischkenntnisse – immerhin habe ich es schon geschafft, Obst von 5¥ auf 2,50¥ runterzuhandeln. Bestellungen im Restaurant sind noch Überraschungsbestellungen, weil man nur einen Teil von dem versteht, was man sich da bestellt hat, aber schmecken tut es bis jetzt trotzdem immer und so scharf, wie gesagt wird, ist es gar nicht.

Melanie

  • Freundlicher Empfang und gute Einführung durch sehr gastfreundliche Menschen
  • Gar nicht so scharfes Essen wie in Sichuan erwartet, aber sehr sehr lecker
  • Unglaublich viele Hochhausbaustellen, die rund um die Uhr betrieben werden (wir wohnen im neuen Viertel), dazwischen teilweise kleine Felder als kompletter Kontrast
  • Für China eine sehr kleine Stadt, für mich jedoch ungewohnt groß! Restaurants und Läden reihen sich stets an den nächsten
  • Die Chinesischkenntnisse wachsen langsam aber sicher… im Restaurant weiß man aber noch nicht immer, was man denn bestellt hat
  • Wer hupt, der fährt – die wichtigste Verkehrsregel hier

Nils

Ich bin sehr gut angekommen und wurde sehr herzlich empfangen. Meine Wohnung ist super und auch meine Klassen sind bestens. Sie können alle relativ gut englisch sprechen und sind auch alle sehr nett. Die Lehrer unternehmen viel mit uns und wollen, dass wir an allem teilnehmen. Wir haben schon viele Ausflüge gemacht und ich kann nur für mich sagen, dass es mir sehr gut geht in Linshui. Die anderen Freiwilligen hier in Linschui sind auch alles sehr nett und wir unternehmen auch oft was zusammen. Meistens kommen sie auch mit wenn wir Aktivitäten mit den Lehrern machen.

Ferdinand

Eigentlich kaum zu glauben, dass wir uns wirklich am anderen Ende der Welt befinden. Sowohl Jetlag als auch Kulturschock hielten sich in eher minimalen Grenzen. Wir sind noch in keine (spürbaren) Fettnäpfchen getreten und es gibt auch nichts was ich wirklich vermissen würde. Doch ein paar Dinge sind doch unterschiedlich: Die Menschen sind freundlicher, die Natur grüner, die Schüler disziplinierter als in Deutschland. Und vor allem ist die Größe der Bevölkerung deutlich zu spüren. In unserer Stadt mit 1000.000 Einwohnern kennt man Europäer nur aus dem Fernsehen, unserer Schule mit 7000 Schülern ist niemals dreckig und in unsere Klassen mit 80 Schülern lässt sich mühelos Ruhe hineinbringen. Die Chinesen können sehr gut damit umgehen und würden über viele „Probleme“ in Deutschland, wie z.B. zu wenig individuelle Förderung sicher nur den Kopf schütteln. Bewundernswert. Bewundernswert anders.

Sebastian

Die ersten vier Wochen sind um… Das ging aber flott! Mir geht es hier richtig gut und selbst meine Verdauung macht noch keine Faxen 😉 Unsere kleine Stadt Linshui (1 Mio Einwohner) stellt den krassen Kontrast der Chinesischen Bevölkerung perfekt dar. Auf der Hauptstraße gibt es Apple Stores mit europäischen Preisen und davor sucht eine Oma im Mülleimer nach verwertbaren Verpackungen. Das Land ist wunderschön und die Leute oft unglaublich nett. Der Unterricht mit 80 Kindern ist jeden Tag eine neue Herausforderung! Hoffentlich vergeht die restliche Zeit nicht so schnell!

Christiane

China ist wirklich ein Land der Superlative. Meine neue Heimatstadt Guang’an wird mit ungefähr 4 Millionen Einwohnern als kleine Stadt bezeichnet und keine der Klassen die ich unterrichte hat unter 60 Schülern. Alles ist ein bisschen größer, was es auch ein bisschen aufregender macht. Lukas und ich sind an unserer Schule super aufgenommen worden und werden überall mit hingenommen. Dank unserer neuen chinesischen Freunde konnten wir schon unheimlich viel entdecken und erleben. Wenn der Rest des Jahres auch nur halb so gut wie meine ersten vier Wochen, kann ich mich auf eine tolle Zeit einstellen.

Lukas

China ist unglaublich groß. Ich stehe hier zwischen den Eindrücken, dass wir Menschen alle etwas gemeinsames haben aber gleichzeit so verschieden sein können. Scharfes Essen, Blicke der Leute und pure Gastfreundschaft! Zumal, dass wir schnell an unsere Arbeit kamen. Ich genieße es sehr. Das war der VERSUCH euch einige Eindrücke zu geben.