Seit etwa einen Monat besuchen die Freiwilligen in Guang’an (Provinz Sichuan) an den Wochenenden eine chinesische Behindertenschule. In der Schule werden etwas mehr als 200 geistig behinderte und taubstumme Schüler von der Grundschule bis zur Oberstufe unterrichtet. Die Kinder wohnen in der Schule und fahren teilweise an den Wochenenden nach Hause. Die Freiwilligen spielen in der Regel oder halten Englischunterricht ab. Der Kontakt mit den Kindern war für die Freiwilligen eine ganz neue Erfahrung, die bei ihnen viele neue Eindrücke hinterlassen hat:

Luise:

Unglaublich schön zu erleben, wie problemlos die Kommunikation zwischen uns Freiwilligen und den Behinderten funktioniert. Es macht eine Menge Spaß mit den Schülern dort zu spielen, vor allem, wenn man merkt, wie schnell man ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

DSC03136Jan-David:

Der Unterricht in der Behindertenschule war eine gänzlich neue Erfahrung. Der Umgang mit geistig und körperlich eingeschränkten Schülern erfordert viel Geduld, das ist aber kein Problem, da die Schüler sehr neugierig sind und sie stets Spaß daran haben mit uns zu abeiten und zu spielen.

DSC03148Christiane:

In der Behindertenschule habe ich ein völlig neues Verständnis von zwischenmenschlicher Kommunikation erlernt. Mich hat die Eleganz und Schnelligkeit mit der sich die taubstummen Schüler mithilfe von Gebärdensprache verständigen sehr beeindruckt. Es hat mich sehr gefreut wie herzlich wir von den Lehrern und Schülern aufgenommen wurden. Durch den Enthusiasmus von allen Beteiligten hat jeder Besuch bisher sehr viel Spaß gemacht.

DSC03180Melanie:

Sehr willkommen und gut aufgenommen fühlte man sich gleich beim Betreten der Schule. Gemeinsam wurde dann besprochen, was wir vorhatten und entsprechend vorbereitet. Die Schüler waren alle sehr interessiert, sind freundlich auf uns zugekommen und auch bei der anschließenden Musikstunde hatten sie sichtlich ihren Spaß und haben gerne mitgemacht.

DSC03156Lukas:

Worte reichen nicht aus, um Momente wie diese beschreiben zu können. Ich merke dadurch einfach was es bedeutet ein Mensch zu sein. Seien sie durch Sprache, Gehör oder geistig eingeschränkt. Wir lachen über die selben Sachen, unterstützen uns wenn wir etwas nicht vestehen oder genießen bewusst die Zeit im Stillen und hören Musik. Es ist toll, dass wir uns aufgrund unserer Stärken und Schwächen gegenseitig ergänzen können. Genau so wichtig ist aber auch der gemeinsame Nenner bei Menschen unteschiedlicher Nation, Religion, Aussehen, Ansichten, etc. Ich hätte nicht gedacht, dass ich solche Erkenntnisse aus dieser Arbeit schließen werde.

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