Größte Altkleiderverteilung im Rahmen des Baumhaus Projekts erfolgreich durchgeführt. Seit nicht einmal zwei Monaten befinden sich die Freiwilligen der sechsten Baumhaus-Generation nun in Nujiang. Jetzt haben die Freiwilligen in Fugong auch schon ihre erste Kleiderverteilung erfolgreich über die Bühne gebracht. Damit solch eine Herkulesaufgabe bewältigt werden konnte, brauchten die Freiwilligen in Fugong Hilfe aus den anderen Teilen Nujiangs. Mohammed, Lina aus Liuku und Dominik waren zusammen wandern, um gezielt nach bedürftigen Bergdörfern zu suchen und trafen dabei eher zufällig auf den Pfarrer, als sie diesen gerade danach fragen wollten, wo man denn diesen finden könnte. Lina, eine deutsche Freiwillige mit chinesischen Eltern, konnte dann mit dem Pfarrer darüber sprechen, ob Leute in seinem Dorf Kleidung benötigen und wenn ja, wie viele. Der Pfarrer versprach, eine Liste anzufertigen und auch die Menschen zu berücksichtigen, die keine Christen sind. Nach einer Nacht im Bergdorf machte sich die Gruppe wieder an den Abstieg, um zurück in Fugong mit den anderen Freiwilligen alles zu organisieren. Dann rief der Pfarrer jedoch ein paar Tage später wieder an und meinte, es seien noch viele Bedürftige in anderen Dörfern im Umkreis seiner Kirche. Diese hatte er durch die anderen Pfarrer erreicht, die auch jeweils mehreren Dörfern vorstehen. So ergab sich plötzlich auf einen Schlag die Chance, extrem viele Menschen auf einmal zu erreichen. Luca, ein Freiwilliger der vorherigen Generation, hielt Rücksprache mit Team Liuku, ob dieses die gesamte gesammelte Kleidung nach Fugong schicken wollte. Die Einwilligung kam sehr schnell und nachdem eine Liste mit der Anzahl der Bedürftigen pro Dorf an uns gereicht wurde, konnte alles für die Verteilung vorbereitet werden. Am 11.10. kam Luca dann mit einem großen Laster und einem vollgepackten Auto nach Fugong und brachte die Kleidung in einer Art Sägewerk unter, damit die Verteilung am 13.10. durchgeführt werden konnte. Später mit dabei waren drei Leute aus Gongshan, die Gruppe aus Fugong und auch Luca aus Liuku. Direkt an der Straße musste die Kleidung neu sortiert und die Kisten mit Klebeband geflickt werden, damit diese den Berg hochgetragen werden konnten. Für jedes Dorf wurde nämlich ein Stapel erstellt, der von einigen Dorfbewohnern hochgetragen wurde. Es waren jeweils einige Freiwillige dafür verantwortlich, dass die richtige Kleidung in das richtige Dorf kam, die anderen Freiwilligen waren dann für das Herbeischaffen der Kleidung verantwortlich. Dies klappte alles sehr gut, das Teamwork funktionierte. Nachdem die Kleidung für alle Dörfer zusammengesucht war, ging es an den Aufstieg. Es begleiteten immer zwei Freiwillige die Verteilung in einem Dorf, damit kontrolliert wurde, dass die Kleidung auch gerecht verteilt wurde. Das war vor allem deshalb notwendig, weil wir nicht genügend Männerkleidung hatten. In den Dörfern erlebten die Freiwilligen dann ganz unterschiedliche Arten der Verteilung. Ziel war es nämlich, dass die Dörfer selbst die Initiative ergreifen, die Kleidungsverteilung im Dorf zu organisieren. So ging es in manchen Dörfern wie auf einem Basar zu, während in anderen Dörfern die Kleidung verlost wurde, sodass jeder seinen Anteil bekam. Falsche Kleidung konnte dann immer noch getauscht werden. Nach den Verteilungen wurden die Freiwilligen in allen Dörfern noch zum Essen eingeladen und konnten sich dann mit dem Gefühl, etwas geschafft zu haben, an den Abstieg machen. [smooth=id:43;]

[smooth=id:43;]

[smooth=id:43;]

[smooth=id:43;]